Geigen – alles Wissenswerte erfahren | PAGANINO

Im Kanon der klassischen Musikinstrumente nehmen die Streicher eine herausragende Stellung ein. Das heute am weitesten verbreitete Streichinstrument ist die Violine, auch Geige genannt. Sie gehört zu den schönsten Instrumenten, mit denen der Musiker einen Ton erzeugen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer Violine und einer Geige?

Manchmal sind die Dinge ganz einfach: es gibt keinen Unterschied, die Violine ist eine Geige, zumindest im heutigen Sprachgebrauch. Das war nicht immer so. Tatsächlich umfasste der Begriff auch die Bratsche, das Violoncello, den Kontrabass und die Gambe. So schrieb Leopold Mozart in seiner 1756 erschienenen Violinschule:

„Das Wort Geige, begreift in sich Instrumente verschiedener Art und Größe, welche mit Darmseyten bezogen sind. Aus diesem erhelt, daß das Wort Geige ein allgemeines Wort ist, welches alle Arten von Geiginstrumenten in sich einschließet; und daß es folglich nur von einem Mißbrauche herrühret, wenn man die Violin platterdings die Geige nennet.“

Heute werden der aus dem Italienischen stammende Begriff „Violine“ (Bedeutung: „kleine Viola“) und der deutsche Begriff „Geige“, für dessen Wortherkunft es verschiedene Erklärungsversuche gibt, synonym verwendet. In der gesprochenen Sprache dominiert das Wort Geige, in der Schriftsprache der Begriff Violine. Notenausgaben zum Beispiel tragen in der Regel die Bezeichnung „für Violine“ im Titel, so etwa Johann Sebastian Bachs „Konzert für 2 Violinen BWV 1043“.

Die Geige ist das kleinste Instrument, das in der Familie der Streichinstrumente gespielt wird. Die heutige Form ist seit ca. 500 Jahren nur noch sehr wenig verändert worden. Vor allem die Stadt Cremona in Italien ist für ihre berühmten Geigenbauer bekannt, wie beispielsweise die Familien Amati oder Guarneri und allen voran Antonio Stradivari. Der Ton dieser Geigen setzte Maßstäbe. Bis heute wird versucht, Violinen zu bauen, die den hervorragenden Klang dieser Meisterinstrumente nachbilden können.