für Fagott und Kontrabass. Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer.
"Das Duett für Fagott und Kontrabass orientiert sich nur lose an der klassischen Form einer Serenade. Vielmehr versteht es sich als eine szenische, abstrakte Interpretation, was sich auch in der Wahl des Titels widerspiegelt, der bewusst in Anführungszeichen gesetzt wurde. Die Idee zu diesem Werk entstand aus dem Gedanken an zwei skurrile Gestalten, die eine Bühne betreten, um ein Ständchen vorzutragen. Die einzelnen Sätze des Stücks sind nicht durch einen stringenten Handlungsbogen verbunden, sondern entfalten vielmehr eine Reihe atmosphärischer und abstrakter Assoziationen.
Die Idee, ein Duett für Fagott und Kontrabass zu schreiben, kam mir, als ich gemeinsam mit meinem Freund und Kollegen Wolfgang Güntner nach geeigneten Duetten für diese Besetzung suchte. Einen entscheidenden Impuls erhielt ich, als Nabil Shehata mir den Auftrag erteilte, ein Stück für sein Festival „Maiklänge“ in Verden 2023 zu komponieren – für ihn und den Fagottisten Gilbert Audin. Dieser Anlass motivierte mich, meine Gedanken und Ideen zu bündeln und schließlich in dieser Komposition zum Ausdruck zu bringen. Die Uraufführung fand am 14. Mai 2023 statt." (Jakob Fliedl).
Komponist: Jakob Fliedl (*1988).
Ausgabe: Partitur und Stimmen.
Friedrich Hofmeister Musikverlag FH3130.
Inhalt:
- I. Introduktion: Die Gestalten treten auf die Bühne und bereiten sich auf ihren Vortrag vor.
- II. Ritornell: Das Ständchen beginnt.
- III. Interludium: Die Dunkelheit der Nacht wird spürbar – mit ihrer Bedrohlichkeit und der Ungewissheit darüber, was sich in ihr verbirgt.
- IV. Wiegenlied: Die Herausforderung, ein Kind in den Schlaf zu wiegen, wird musikalisch reflektiert.
- V. Kadenz: Eine aufkeimende Spannung zwischen den beiden Charakteren nimmt Gestalt an.
- VI. Finale: Schließlich entbrennt eine Diskussion – oder gar ein Streit.